INDUSTRIEMUSEUM OELCHENSHAMMER IN ENGELSKIRCHEN

Als Bestandteil der Aussenstelle des Rheinischen Industriemuseums in Engelskrchen, ist der Oelchenshammer ein letztes Beispiel des einst in dieser Region blühenden Hammergewerbes. Hier im Oberbergischen war ein Schwerpunkt der frühindustriellen Eisenverarbeitung, denn Erzvorkommen, Wälder als Holzkohlelieferanten und die vielen Wasserläufe boten beste Voraussetzungen. Als später das Ruhrgebiet, bedingt durch Kohlebergbau und bessere Verkehrsanbindung, die führende Rolle in der Eisenverarbeitung übernahm, wurden die meisten Hämmer in dieser Gegend Anfang des 19. Jahrhunderts aufgegeben. Nicht so der Oelchenshammer, denn der von der Firma Dörrenberg produzierte Spezialstahl fand bis Ende der 1940er Jahre seine Abnehmer. Die gut 200 Jahre alte Anlage konnte als funktionierendes Industriedenkmal erhalten werden. Von den ursprünglich vier Hämmern sind heute nur noch zwei vorhanden und werden für Vorführungen betrieben.

Lageplan -
Schmiedehammer, Gebläsehaus,
Wohnhaus des Schmiedes,
Mühlgraben und Kohlebunker


Grundriß Haus 1 mit Hammerwerk und
zentralem Schmiedeofen.
Verformungsgerechtes Aufmaß



Ansicht Haus 1 mit Hammerwerk.
Verformungsgerechtes Aufmaß


Ansicht des Wohnhauses für den Schmied sowie dem neu errichteten WC-Gebäude


Zufahrt auf das Gebäudeensemble Oelchenshammer.
Im Vordergrund, das neu errichtete WC-Gebäude, die
Einfriedung erfolgte mit einem einfachen Lattenzaun.
Zur besseren Begehbarkeit wurde die Hoffläche mit
Splitt fein abgestreut.


Haus 1 mit Mühlhammer und zentralem Schmiedeofen.
Das Fachwerkgefüge mußte nur geringfügig repariert
werden, In diesem Zuge wurden auch einzelne Gefache,
die stark beschädigt waren, mit alten Ziegelsteinen neu
ausgemauert. Der Bruchsteinsockel wurde insgesamt
durchrepariert, in diesem Zuge wurde auch eine
fehlende Horizontalsperre unterhalb der Schwelle
eingebracht.


Haus 2 mit Gebläse für den Schmiedeofen
Das gesamte Natursteinmauerwerk wurde mechanisch
gereinigt, beschädigte Fugen ausgekratzt und mit
Traßkalk neu verfugt. Die Mauerwerkskrone wurde
zusätzlich mit einer Abdeckung aus Zinkblech versehen.


Mühlgraben mit Schmiedekamin Haus 2.
Der gesamte Kamin wies starke Verformungen aufgrund der schlechten Gründung und dadurch resultierende Mauerwerksschäden auf. Eine aus früherer Zeit stammende Metallklammer zur zusätzlichen Sicherung war stark korrodiert und mußte insgesamt erneuert werden. Um die Sicherungsmaßnahmen zu begrenzen und auch wegen der schlechten Fundamente des Kamins, wurde dieser mit einem zusätzlichen Betonkern ausgekleidet. Die Funktionstüchtigkeit des Kamins wurde dabei erhalten.


Haus 2 mit Mühlrad
Die vorhandene Holzständerkonstruktion mit Stülpschalung war durch die permante Feuchtigkeit stark beschädigt und verformt. Diese wurde in dem Bereich durchrepariert. Ältere,nicht fachgerecht Reparaturen, z.T. mit Metallverbindungen wurden durch Holzverbindungen ausgetauscht. Die alte Stülpschalung wurde soweit wie möglich wiederverwendet.Um die Funktionsfähigkeit des Mühlrades zu gewährleisten, mußte der Lagerboch erneuert werden, außerdem wurde die Holzkalle wurde mit Zinkblech neu ausgekleidet.


Haus 1 Rückseite
Um eine gefahrlose Erschließung der Anlage für den Publikumsverkehr zu gewährleisten, mußten die Stege über die Wehre erneuert werden. Diese entsprechen in der Ausführung den Vorgaben der Unfallverhütung. Eine Ausführung der Geländer aus Holz, wie sie vorhanden waren, konnte trotz zäher Auseinandersetzungen nicht durchgesetzt werden. Als Ausgleich wurde der Steg im Mühlgraben zwischen Haus 1 und Haus 2 nicht mit einem Geländer versehen, obwohl auch hier Publikumsverkehr herrscht.


Haus 2 mit Kohlebunker
Das Natursteinmauerwerk des vorhandene Kohlebunkers wurde vollflächig mechanisch gereinigt, die Fugen ausgekratzt und mit Traßkalk neu ausgefugt.