Holzfenster im Baudenkmal und Altbau

26.04.2012 11:29 von Bernd Kibies

Holzfenster im Baudenkmal und Altbau

Nicht vertretbare Fenster in einem Fachwerkgebäude

Beratungsresistente Hauseigentümer gibt es leider immer wieder. Warum man sich hier aber für eine Musterschau von nicht fachwerkgerechte Fenstertypen entschieden hat? Diese schleichende Verunstaltung von Fassaden ist vielerorts zu beobachten. Ein Überarbeiten von alten, historischen Holzfenstern lohnt jedoch oftmals und diese bieten auch nach Jahrzehnten eine kaum vergleichbare Qualität. Aber auch das Handwerk und die Fensterindustrie bieten neue altbau- oder denkmalverträgliche Holzfenster mit annähernd harmonischen Proportionen an. Diese weisen z.B. geringere Rahmendicken als die Standardfenster auf, sind ohne Glashalteleisten und können mit einer Isolierverglasung von nur 10 mm Stärke (3-4-3) ausgestattet werden.

Bei denkmalgeschützten Gebäuden befreit die Untere Denkmalbehörde von den Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV). In Nicht-Baudenkmalen kann die Konstruktion grundsätzlich frei gewählt werden, hier sind zwingend erst einmal die Vorgaben der EnEV einzuhalten. Aber auch hier empfiehlt es sich oftmals, bei besonders erhaltenswerter Substanz und entsprechendem Erscheinungsbild, eine Befreiung, die bei der obersten Bauaufsicht eines Bundeslandes zu beantragen ist.

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